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Arnstädter Kauflandmarkt hilft erneut todkranken Kindern und ihren Familien

Über eine Spende aus Arnstadt in Höhe von 2.240 Euro kann sich der Trägerverein des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz freuen.

Spendenübergabe im Arnstädter Kaufland: (v.l.) Lutz Schulz, ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Kinderhospizverein; Melanie Schuster, Mitarbeiterin Kaufland und Jörg Posniak, Marktleiter des Kaufland Arnstadt. Foto: privat

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arnstädter Kaufland-Markt hatten sich bereits im Dezember des vergangenen Jahres mit einer erfolgreichen Spendenaktion für ihr Herzensprojekt eingesetzt.  Durch Kaffee, Kuchen und Glühweinverkauf kamen damals 700 Euro zusammen. Heute wurde an Lutz Schulz, ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Kinderhospizverein, die Spende offiziell übergeben. „Wir haben weiterhin mit unseren 96 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Jahresabschlussfeier gemacht. Dabei haben wir wieder fleißig Geld gesammelt. Ich bin stolz auf meine Kollegen und glücklich weitere 1.540 Euro Spenden an das Kinderhospiz übergeben zu dürfen“, so Jörg Posniak, Marktleiter des Kaufland in Arnstadt.

Kaufland steht dem Kinderhospiz zur Seite

Dass sie dem Kinderhospiz weiterhin zur Seite stehen werden, steht für das Kaufland-Team fest. „Wir sind sehr dankbar für die liebevolle und großzügige Hilfe. Nur so können wir den vielen betroffenen Familien, deren Kind oder auch Kinder an einer lebensverkürzenden Krankheit leiden langfristig zur Seite stehen“, freut sich Lutz Schulz bei der Spendenübergabe. Über 40.000 Kinder- und Jugendliche sind in Deutschland von einer tödlichen, lebenslimitierenden Krankheit betroffen. Das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz gibt den betroffenen Familien die Möglichkeit, bis zu 28 Tage im Jahr hier zusammen einzuziehen.

Das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept bietet nicht nur die liebevolle und optimale Pflege für das schwer kranke Kind, vielmehr ist es eine umfassende Familienhilfe. Die Entlastungsaufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, schaffen neue Kraft bei den betroffenen Eltern für die oftmals sehr aufwändige 24-Stunden-Pflege des kranken Kindes und fördern auch die gesunden Geschwisterkinder. Über 35 fest angestellte Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer arbeiten aktuell dort. Der gemeinnützige Trägerverein ist dauerhaft zu einem Höchstmaß auf Spenden angewiesen, um sein wichtiges Hilfsangebot aufrechterhalten zu können.

Mehr als eine Million Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt

Mehr als 1.000.000 Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt, um allein den Betrieb der sozialen Einrichtung sicherzustellen, da die derzeitige Finanzierung durch die Krankenkassen hierzu nicht ausreicht. Hunderte betroffene Familien aus dem gesamten Bundesgebiet nutzten seit der Einweihung des Kinder- und Jugendhospizes im November 2011 das stationäre Hilfsangebot des Trägervereins. 6.700.000 Euro wurden seit dem Jahr 2008 in den Kauf und den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Thüringer Fernwasserversorgung in Tambach-Dietharz im Thüringer Wald zum Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland investiert. 92 Prozent dieser Investitionssumme wurden durch Spenden von Privatpersonen, Vereinen, Schulen und Unternehmen und nichtstaatlichen Zuwendungen durch Stiftungen aufgebracht. Dank dieser Hilfe entstand ein buchstäblich zweites Zuhause für diese betroffenen Familien - fernab von jeder Krankenhausatmosphäre.

Betrieben wird das stationäre Kinderhospiz von einem gemeinnützigen Trägerverein. Ein sechsköpfiger ehrenamtlicher Vorstand leitet die Geschicke bereits seit dem Jahr 2005 und hat so in den vergangenen zehn Jahren Ostdeutschlands größtes ehrenamtlich organisiertes Sozialprojekt initiiert. Der Gründer, Initiator und bis heute ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Heber wurde im Jahr 2015 mit dem „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet. Im Jahr 2018 plant der Trägerverein den dringend erforderlichen Ausbau des Kinder-und Jugendhospizes, da die Nachfrage stetig steigt. So sollen in einem noch unsanierten Nebengebäude neue Gästezimmer, Therapieräume, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie eine Holzwerkstatt entstehen. Hierfür werden zusätzliche 1.000.000 Euro Investitionskosten benötigt. Leider stehen hierfür derzeit keine staatlichen Förderungen zur Verfügung.

Spendenkonto - IBAN: DE64860205000003566900, BIC: BFSWDE33LPZ, Bank für Sozialwirtschaft.